Eine Erfolgsgeschichte
Mark Fellows lebt in Virginia, nahe Washington DC. Er ist 29 Jahre alt und mit einer Grafikdesignerin namens Josie verheiratet. Er selbst hat für einige Zeit bei einigen Grafikfirmen gearbeitet, unter anderem eine der bekannteren und grössten weltweit. Während seiner Anstellung lernte er alles was das Handwerk erfordert. Mit seinem Bachelor in den Schönen Künsten und seinem Master in Kunstwissenschaften erhielt er eine Anstellung an einer Schule. Aber seine Leidenschaft zum praktischen Handwerk führte dazu, dass er sich bei einem der grossen Online-Vermittler eintrug, um weiterhin, neben der „Arbeit“, kleinere Aufträge zu erfüllen.
Freizeit-Freelancer
Was als Hobby begann, entwickelte sich jedoch schnell in ein tragbares Geschäftsmodell. Obwohl er auch vorher als Freiberufler Projekte bearbeitet hat, war es stets recht schwierig, neue Projekte zu akquirieren, speziell in dem Bereich, in dem er liebsten arbeitet: die Erstellung von Logos. Bis ein Freund ihn auf die Möglichkeiten der Online-Vermittlung aufmerksam machte und er sich anmeldete.
Trotz seiner offensichtlichen Begabung und Qualifikation, stellte er zu Beginn lediglich kleine Beträge in Rechnung; ca. 50 $ pro Logo. Aber bevor er sich versah, hatte er so viele Anfragen, dass er die Preise anziehen konnte. Nach und nach stieg sein Preis auf heute 500 $ pro Logo – eine Gehaltserhöhung, die manchen Angestellten blass werden lässt. Der Online-Vermittlungsservice bietet ihm die Möglichkeit die Projekte auszuwählen, die ihn interessieren und solche, die ihn nicht interessieren, zu ignorieren.
Aller Anfang ist billig
Seine ersten Projekte wurden meist als Festpreis-Projekte abgewickelt. Auf seinem Vermittlungs-Profil gab er an, 50$ pro Logo in Rechnung zu stellen und konnte von dort aus direkt von einem interessierten Auftraggeber angeheuert werden. Mund-zu-Mund Propaganda half anfänglich besonders, das Geschäft ans Laufen zu bekommen. Viele seiner zufriedenen Kunden haben ihn direkt an Freunde und Arbeitskollegen weiterempfohlen.
Die Freiheiten der online Arbeit
Wie viele Online-Arbeitende kann er sich seine Arbeitszeit frei aussuchen. Da er ein ausgesprochener Nachtmensch ist, zieht er es vor, die meisten seiner Aufträge nachts zu erledigen und tagsüber zu schlafen oder seinen Hobbys nachzugehen. Wenn mehrere Aufträge gleichzeitig anstehen, stellt er auch schon mal den einen oder anderen temporären Mitarbeiter ein. Im Laufe der Zeit hat sich so ein kleines 5-köpfiges Team herausgebildet, dass entsprechend der anstehenden Aufgaben aushilft.
Wochenende war gestern
Ein Nachteil der Arbeit ist eindeutig die Notwendigkeit, stets verfügbar zu sein. So erwarten viele Kunden, das er auch am Wochenende schnell noch einen Auftrag erledigt – aber das gehört dazu. Das Internet kennt kein Wochenende. Nichts desto trotz geniesst er die Tatsache, dass seine Auftraggeber aus allen Teilen der Welt kommen und geographische Grenzen keine ernstzunehmende Rolle spielen. Als nachteilig erweist sich häufig der oftmals fehlende visuelle Kontakt mit dem Kunden. Speziell bei der Besprechung künstlerischer Ideen kann sich dies als hinderlich erweisen. Es lässt sich halt doch nur ein Teil mit Worten beschreiben.
Zu Hause ist wo das Büro ist
Die Tatsache von zu Hause zu arbeiten ist nicht nur mit Vorteilen verknüpft. Zwar ist es ein gutes Gefühl, sein eigener Boss zu sein und auch die Möglichkeit frei zu nehmen, wann immer der Chef es will, ist verlockend. Dennoch erledigt sich die Arbeit nicht von selbst. Ein freier Tag bedeutet meist auch eine deftige Mehrarbeit am nächsten Arbeitstag.
Kundenzufriedenheit über alles
Als grundlegendes Erfolgsgeheimnis seines Freelancer-Dasein sieht Mark seine Reputation. Für Anfänger ist es seiner Meinung nach sinnvoll, anfänglich niedrigere Preise zu nehmen, dafür aber eine schwer zu quantifizierende Reputation aufzubauen.



